Gezwitscher
aus der Pension

Feste im Hofzelt, Wanderungen zur Kirschblüte oder Geschichten zur Vogelkunde - das Neueste Gezwitscher vom alten Hauptmann erfahrt Ihr hier.

Gefiederte Gäste

Frühjahr 2025 von Andreas Fleischmann Artikel lesen Artikel schließen

Beide Gästezimmer im Dachgiebel der Pension sind belegt.

Die Schleiereule hat 6 Junge und der Turmfalke hat 5 Junge zu versorgen. Tag und Nacht kann man die fleißigen Eltern beim Füttern beobachten.

Vogel­stimmen­wanderung

regelmäßige Führungen zur Kirschblüte und zu Pfingsten von Andreas Fleischmann Artikel lesen Artikel schließen

Treffpunkt: jeden Pfingstmontag 6.00 Uhr Pension "Zum Alten Hauptmann" (Ortsmitte Denkmal)
Strecke: ca. 5 km
Dauer: ca. 3 Stunden

Wir erkunden die Vögel des Ortes, der Feldflur und am Speicher Dachwig (u.a. Pirol, Kuckuck, Rohrschwirl und verschiedene Rohrsänger). Nach der Rückkehr besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Frühstück (12,-€) und Auswertung der Beobachtungen. Die Führung ist kostenlos. Wenn vorhanden, bitte Fernglas mitbringen.

Vogelwanderung zur Kirschblüte

Treffpunkt: jeden letzten Sonntag im April 6.30 Uhr, Gierstädt (Parkplatz am Waldrand Ortsausgang Richtung Gotha)

Strecke: ca. 3,5 km

Dauer: ca. 2.5 Stunden

Wir erkunden die Vögel des Waldes, der Obstplantagen und des Ortes. Eine Teilnahme am Frühstück in der Pension "Zum Alten Hauptmann" in Großfahner ist möglich (12,-€). Es besteht ein Shuttleservice zu den abgestellten Fahrzeugen am Parkplatz.

Die Vogelstimmenführung findet im Rahmen des alljährlichen Blütenfestes in Girstädt statt.

Der Hausherr und Ornithologe Andreas Fleischmann bietet ganzjährig individuelle Exkursionen und Führungen an. Mögliche Hotspots der Vogelbeobachtung:

  • Fahner Höhe
  • Speicher Dachwig
  • Döllstädter Karpfenteich
  • Herbsleber Teiche
  • Straußfurter Rückhaltebecken
  • Nationalpark Hainich
  • Bienenfresserkolonie

Im Giebel der Pension brüten Schleiereule und Turmfalke.

Von Mäusen und Eulen

Schleiereulen passen ihre Gelegegröße dem Nahrungsangebot an - Beobachtungen am Brutplatz von Andreas Fleischmann Artikel lesen Artikel schließen

Gespenstig klingt der heisere Schrei der Schleiereule durch die mondlose Nacht, als die letzten Gäste der Faschingsveranstaltung in Großfahner ihr Quartier im „Alten Hauptmann“ aufsuchen. Aus der noch kahlen  Linde am Denkmal gegenüber des vertrauten Brutplatzes im Giebel der Pension antwortet das Weibchen. Etwas zögerlich und zurückhaltend fällt im ausklingenden Winter 2016 die Balz aus.

Obwohl die letzten Monate kaum Schnee brachten und auch die Frosttage selten waren, haben die Eulen auf ihren nächtlichen Jagdausflügen nur wenige Feldmäuse erbeuten können. Seit 20 Jahren brüten nun schon die Schleiereulen in der künstlichen Nisthöhle im ehemaligen Bauernhaus und haben über 100 Junge groß gezogen. Schon die Gelegegröße im März weist auf den Entwicklungsverlauf der Feldmauspopulation in der intensiv genutzten Agrarlandschaft hin. Dabei ist augenscheinlich, dass sich die Intervalle zwischen einer Massenvermehrung und dem folgenden Zusammenbruch der Populationen merklich verkürzt. Sprach man früher von von 7  bis 4 jährigen Intervallen, so tritt jetzt alle 2 – 3 Jahre eine sogenannte „Mäuseplage“ auf. Im Mäusejahr 2012 flogen aus dem Brutkasten im Juni 10 und im Oktober nochmal 8 junge Schleiereulen aus. Im mäusefreien Jahr 2013 hatten die Eulen Mühe 3 Junge zu ernähren. 2014 erholte sich der Feldmausbestand wieder, so dass 6 Junge mühelos satt wurden. Im darauf folgendem Jahr konnten B. Friedrich (Arnstadt)  am 6. Juni 2015 sechs Junge beringen und am 25. Juli saß das Weibchen bereits wieder auf acht Eiern aus denen sich bis Oktober die flüggen Jungen entwickelten.

Die Mäusepopulation brach trotz des milden Winters fast vollständig zusammen, so dass instinktiv die Euleneltern in diesem Jahr (2016) auf eine Brut verzichteten. Die Landwirte im Thüringer Becken sahen sich in ihren Aktionen zur Bekämpfung der Feldmaus im Herbst 2015 bestätigt. Die Getreidebestände waren prächtig durch den Winter gekommen und wiesen kaum Frassschäden auf.  Spätestens in zwei Jahren, wenn die Feldmäuse dem nächsten Peak zustreben, werden wieder Forderungen nach großflächigen Mäusebekämpfungsverfahren laut.

Das Turmfalkenpaar brütet in unmittelbarer Nachbarschaft und zog 2016 fünf Junge groß. Ein Teil der Nahrung bestand aus Kleinvögeln (Sperlinge, Grünfinken).